Ich mag den Herbst.
Wenn morgens die Luft wieder kühler ist, die Blätter langsam von den Bäumen fallen und es abends immer früher dunkel wird, beginnt für mich auch wieder die Zeit für Suppen, Eintöpfe, Grünkohl und all die anderen Gerichte, die von innen ein bisschen warm machen.
Diese gemütliche, warme Küche gehört für mich zum Herbst einfach dazu.
Und Eintöpfe verbinde ich außerdem ziemlich stark mit meiner Kindheit und meiner Uroma.
Ich habe schon als Kind unheimlich gerne mit ihr zusammen in der Küche gestanden und beim Schnippeln geholfen. Wobei „geholfen“ vielleicht ein bisschen großzügig formuliert ist. Zumindest bei den Möhren landete das eine oder andere Stück schon damals nicht im Topf, sondern direkt in meinem Mund.
Daran hat sich übrigens bis heute nicht besonders viel geändert.
Von meiner Uroma stammt auch dieser Möhreneintopf.
Sie war beim Kochen ziemlich pragmatisch. Es musste nicht kompliziert sein und für ein gutes Essen brauchte es keine endlose Zutatenliste. Entsprechend übersichtlich ist auch dieser Eintopf: Möhren, Kartoffeln, Knollensellerie, Zwiebeln, Brühe und Wiener Würstchen.
Das war es schon.
Er ist einfach, günstig, macht satt und gehört für mich zu den Gerichten, die nach Herbst und gleichzeitig ein kleines bisschen nach Kindheit schmecken.
Zutaten
1 Zwiebel
etwa ¼ Knollensellerie
ca. 500 g Möhren
ca. 200 g Kartoffeln
1,5 Liter Brühe
5 Wiener Würstchen
Salz und Pfeffer nach Bedarf
frische Petersilie
etwas Öl oder Fett zum Anschwitzen
Zubereitung
Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Den Knollensellerie reiben und beides in einem großen Topf kurz anschwitzen.
Mit 1,5 Litern Brühe ablöschen.
Die Möhren in ungefähr einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und beides in die Brühe geben.
Den Eintopf ohne Deckel köcheln lassen, bis Möhren und Kartoffeln gar sind. Dabei darf die Brühe ruhig etwas einkochen. Dadurch wird der Eintopf am Ende trotz der zunächst recht großen Menge Brühe schön gemüselastig.
Abschmecken und bei Bedarf etwas Salz und Pfeffer dazugeben. Je nachdem, welche Brühe ich verwende, brauche ich meistens gar kein zusätzliches Salz.
Wenn Möhren und Kartoffeln gar sind, den Herd ausschalten. Die Wiener Würstchen in ungefähr einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden, in den Eintopf geben und in der heißen Brühe nur noch erwärmen.
Den Möhreneintopf auf Teller verteilen und zum Schluss etwas frische Petersilie darüberzupfen.