Von der Idee zum Buch: Die Geschichte hinter »Ein tödlicher Gast«

Manchmal fangen Geschichten nicht mit der ersten Zeile an, sondern mit einem Impuls.
Bei mir war es ein Post auf Instagram: eine Ausschreibung von Ullstein.

Ich habe einen Freund gefragt, ob ich mitmachen soll. Seine Antwort: „Mach.“ – und damit war die Entscheidung gefallen.
In meiner Schublade lag ein Text, der schon länger darauf wartete, ein Zuhause zu finden. Also habe ich ihn hingeschickt – ohne große Erwartungen, eher mit dem Gedanken: „Die melden sich eh nicht.“

Und dann kam die Zusage.
Nur dieser eine Freund wusste überhaupt von meiner Bewerbung – nicht mal meine Familie. Ihm habe ich es als Erstes erzählt, bevor ich mich dann auch meiner Familie anvertraut habe.

Ab diesem Moment hieß es: jetzt wird’s ernst.
Ich hatte nur den Anfang – der Rest musste in den kommenden Monaten entstehen. Die Grundidee war mir vor Jahren gekommen, als ich als Demenz-Betreuerin gearbeitet habe. Manche Szenen und Stimmungen habe ich direkt aus dieser Zeit mitgenommen.

Fünf Monate hatte ich, um den Thriller fertigzuschreiben. Klingt lang, war es aber nicht. Ohne die Unterstützung von Claus Kullak hätte ich es vermutlich nicht geschafft. Ende Dezember 2024 ging das Manuskript zu meiner Lektorin. Während sie daran arbeitete, habe ich weiter gefeilt – hier und da noch etwas verbessert, Dinge umgestellt.

Nach dem ersten Lektoratsdurchgang habe ich ihre Anmerkungen umgesetzt. Dafür hatte ich zwei Wochen Zeit – und ja, in diesen zwei Wochen war ich nicht immer die angenehmste Gesellschaft. Manchmal wollte ich alles hinschmeißen, aber genau dann habe ich gemerkt, wie sehr mir die Geschichte am Herzen liegt.

Kleine Fun Facts am Rande:

  • Der Titel wurde ganze viermal geändert, bis er „Ein tödlicher Gast“ hieß.
  • Während des Schreibens haben sich die Beziehungen zwischen den Figuren verändert – manche wurden enger, andere distanzierter.
  • Zwei neue Charaktere sind mitten im Schreibprozess aufgetaucht – einer davon darf bleiben, falls ich eine Fortsetzung schreiben darf.
  • Ich habe kleine »Easter Eggs« eingebaut. Echte Anekdoten oder kleine Anspielungen

Ist der Thriller perfekt geworden? Wahrscheinlich nicht. Aber er ist meiner – und ich liebe meine Figuren.
Ich hoffe sehr, ihre Geschichte eines Tages weiterzuerzählen.
Und falls ihr Lust habt, mich auf dieser Reise zu begleiten: „Ein tödlicher Gast“ wartet schon auf euch – voller Spannung, ein paar unerwarteten Wendungen und Figuren, die euch vielleicht genauso ans Herz wachsen oder euch wahnsinnig machen wie bei mir.